Erkältungen, Grippe

   

Infektöse Magen- und
    Darmerkrankungen

Informationen für die Beschäftigten und Studierenden der Universität

 



 

Erkältungen, Grippe - Vorbeugen!

Die Stabsstelle Arbeitssicherheit, Tier- und Umweltschutz (Stabsstelle AU) und die Betriebsärzte der Univer­sität wollen mit dieser Internetseite die Beschäftigten und Studierenden der Univer­sität über die aktuelle Situation informieren und auf vorbeugende Schutzmaßnahmen hin­weisen.

Erkältungen, auch häufig als grippale Infekte bezeichnet, sind Viruserkrankungen, die mit Schnupfen, Husten und anderen Allgemeinbeschwerden einhergehen und in der Regel nicht lebensbedrohlich sind. Auch die „Sommergrippe“ gehört zu den grippalen Infekten. Die eigentliche Grippe (Echte Grippe) wird durch Influenzaviren verursacht. Sie zeigt einen deutlich schwe­reren Krankheitsverlauf, jedoch zunächst auch mit den typischen Erkältungs­symp­tomen.


Wie werden Grippeviren übertragen?

Die Viren der echten Grippe (saisonalen Grippe) und die der grippalen Infekte haben in der Regel die gleichen Übertragungswege:

  • Beim Husten oder Niesen durch Tröpfcheninfektion
  • Über die Hände, besonders beim Händeschütteln
  • Über Flächen und Gegenstände, auf denen andere Hände das Virus hinterlassen haben

Das Virus ist in den Tröpfchen enthalten, die beim Husten oder Niesen aus der Nase und dem Mund entweichen. Die Tröpfchen können bis zu zwei Meter weit gelangen. Wenn Sie sich also einer infizierten Person nähern, können Sie deren Viren mit den Tröpfchen einatmen. Oder die Tröpfchen landen direkt auf den Schleimhäuten Ihrer Nase oder Ihrer Augen.
Hält sich eine infizierte Person beim Niesen oder Husten die Hand vor Mund oder Nase, können die Viren sehr leicht auf Oberflächen oder Gegenstände übertragen werden. Berühren Sie diese infizierten Oberflächen und dann Ihr Gesicht, können Sie sich ebenfalls anstecken.


Was ist aus dem Virus A (H1N1) geworden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Schweinegrippen-Pandemie im Jahr 2010 welt­weit für beendet erklärt. Es wurde die so genannte "Post-Pandemie-Phase" ausgerufen, da "keine gesundheitliche Notlage von internationaler Bedeutung" mehr besteht. Aktuell empfiehlt die WHO keine Präventions- und Behandlungsmaßnahmen mehr, die über diejenigen hinausgehen, die bei der saisonalen Grippe beachtet werden sollten. Jedoch ist das Virus mit dieser Herabstufung nicht aus der Welt verschwunden. Mann muss weiterhin davon ausgehen, dass das Virus A (H1N1), das die "Schweinegrippe" hervorruft, auch im kommenden Herbst und Winter weiterzirkuliert und sich allmählich wie ein saisonales Virus verhalten wird, ggf. auch in Deutschland. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch weitere Virustypen verbreiten.


Was kann man vorbeugend tun?

Auch wenn sich eine Infektion nicht immer vermeiden lässt, mit einfachen vorbeugenden Maßnahmen kann das Risiko gemindert werden. Unfallkassen und Berufsgenossenschaften  geben Tipps, wie Sie gesund durch den Winter kommen.

Erkältungskrankheiten werden durch Kontakte wie Händeschütteln und anschließendes Berühren im Gesicht oder durch das Einatmen feinster Tröpfchen nach Niesen und Husten von Erkrankten von Mensch zu Mensch weitergegeben. Solche Übertragungswege kann jeder durch einfache Maßnahmen unterbrechen:

  • Händeschütteln im öffentlichen Leben vermeiden.
  • Nach dem Kontakt mit Erkrankten Hände gründlich waschen.
  • Direktem Niesen und Husten nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Wenn man selbst niesen oder husten muss, dabei Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken.
  • Ganz besonders wichtig ist die Teilnahme an der jährlichen Grippeschutzimpfung.

Abgesehen von diesen Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit anderen, kann auch die eigene Lebensführung die körperlichen Abwehrkräfte stärken. Viren haben dann eine geringere Chance.

  • Viel frisches Obst und Gemüse essen.
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und am besten weitgehend ungesüßte Getränke trinken.
  • Regelmäßig die Räume lüften (Stoßlüften), in denen man sich aufhält.
  • Regelmäßige Wechselduschen unterstützen die körperlichen Abwehrkräfte.
  • Zugluft vermeiden, nicht verschwitzt oder in zu dünner Kleidung nach draußen gehen.

Vorsicht bei Medikamenteneinnahme!

Medikamente gefährden den Versicherungsschutz
Presseinformation der Bayerischen Landesunfallkasse vom November 2010

 


Hygienetipps für einen wirksamen Infektionsschutz

Vorsorge gegen Viren ist äußerst wichtig. Deshalb zeigt die vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeinsam mit der  Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ins Leben gerufene Aktion „Wir gegen Viren" auf, wie Sie Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen durch Hygiene vorbeugen können.

Wer die Hygiene­tipps von "Wir gegen Viren" beherzigt, ist besser geschützt und kann andere vor Ansteckung bewahren. Denken Sie immer daran: Ihre Gesundheit nützt allen – Ihnen und Ihren Kollegen.          

Die gemeinsame Aktion "Wir gegen Viren" des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt Hygiene als Grundbaustein für Ihre Gesundheitsvorsorge und empfiehlt folgende sieben Hygienetipps:


Was tun, wenn Grippesymptome auftreten?

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Grippe oder einem grippalen Infekt erkrankt zu sein, sollten Sie gemäß offiziellen Stellen folgende Regeln beachten:

  1. Bleiben Sie zu Hause, um möglichst keine anderen Menschen anzustecken. Das gilt besonders dann, wenn Sie in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten oder Schulen arbeiten oder schwer kranke und immungeschwächte Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder in Krankenhäusern betreuen.

  1. Rufen Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin an und informieren Sie ihn/sie genau über Ihre Symptome. Vereinbaren Sie telefonisch das weitere Vorgehen.

Vermeiden Sie engen Kontakt mit anderen Menschen auf dem Weg in die Praxis.


Hinweise zur Grippe-Schutzimpfung

Impfungen gegen die saisonale Grippe schützen nicht nur die Geimpften vor der Influenza, sondern verhindern die Weiterverbreitung der Viren z. B. an Ihre Kollegin­nen und Kollegen sowie an chronisch Kranke, Abwehr­geschwächte oder Schwangere in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.  

Die Impfung gegen die saisonale Grippe wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI empfohlen. Die Impfung ist freiwillig und jeder, der will, kann daran teilnehmen. Es ist die persönliche Entscheidung eines jeden, sich impfen zu lassen.

Der Influenza-Impfstoff für die kommende Saison hat ähnliche Antigenzusammen­setzung wie der Impfstoff der letzten Saison. Es stellt sich daher die Frage, ob Personen, die in der letzten Saison eine Influenza-Impfung erhalten haben, in diesem Jahr trotzdem nochmals geimpft werden sollen. Die wenigen dazu veröffentlichten Studien deuten darauf hin, dass die Schutzwirkung der Influenza-Impfung mit der Zeit abnimmt und ein nicht zu vernachlässigender Teil der Geimpften nach Ablauf eines Jahres nicht mehr geschützt ist.

Die STIKO empfiehlt deshalb, dass sich alle Personen, die einer der Zielgruppen für die saisonale Influenza-Impfung angehören, im Herbst gegen Influenza impfen lassen sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie bereits im letzten Jahr eine Influenza-Impfung bekommen haben oder nicht.

Der Influenza-Impfstoff für die kommende Saison enthält unter anderem auch einer Komponente gegen das Grippevirus A(H1N1) („Schweinegrippevirus“).

Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zur saisonalen Influenzaimpfung

Für wen wird die Impfung gegen die saisonale Influenza empfohlen?

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) wird die Influenzaimpfung empfohlen für

  • alle Personen über 60 Jahre,
  • für alle Schwangeren Alle Schwangeren ab 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon  (bitte fragen Sie vorab Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin, Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin oder Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin),
  • für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV,
  • für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen,
  • für Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal)
  • für Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risiko­personen fungieren können.
  • für Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (die Impfung schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, aber es werden damit problematische Doppelinfektionen vermieden).
    Eine Impfung mit dem aktuellen saisonalen humanen Influenza-Impfstoff bietet laut der STIKO zwar keinen direkten Schutz vor Infektionen durch den Erreger der aviaren Influenza, sie kann jedoch Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden Influenzaviren verhindern.

Andere Gesundheitsorganisationen, z.B. die Bundesärztekammer, empfehlen zudem eine Impfung gegen die saisonale Influenza

  • für  Personen mit Kontakt zu größeren Menschenansammlungen, z. B. Beschäftigte des öffentlichen Verkehrs, der Polizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr

Wenn Sie sich und Ihre Familie impfen lassen möchten, wenden Sie sich für eine Beratung an. Beschäftigte der Universität können sich auch an die Betriebsärzte der Univer­sität, Herrn Peter Meeh und Herrn Dr. Claus-Jürgen Strate, oder an den Betriebs­ärzt­lichen Dienst der Universität und des Universitätsklinikums wenden.

Saisonale Grippeschutzimpfung -Der Betriebsärztliche Dienst der Universität und des Universitätsklinikums bittet jährlich Termine für die saisonale Grippeschutzimpfung an.

Internetseite des Betriebsärztlichen Dienstes der Universität mit Terminen


Weitere Informationen:

Das Projekt GrippeWeb wurde im Jahr 2010 am RKI gegründet und soll die Aktivität und die Ausbreitung akuter Atemwegserkrankungen (hierzu zählen auch die Erkältungen und die „echte” Grippe) in Deutschland beobachten. GrippeWeb arbeitet eng mit der Arbeitsgemein-schaft Influenza (AGI) zusammen. Während die AGI die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen auf der Ebene der ärztlichen Versorgung erhebt, wendet sich GrippeWeb an die gesamte Bevölkerung.

  • Bayerische Staatsregierung

    Öffentlich empfohlene Schutzimpfungen (§20 Abs.3 des Infektionsschutzgesetzes)
    Neufassung der Bekanntmachung "Öffentlich empfohlene Schutzimpfungen nach §20 Abs.3 IfSG" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit vom 24. September 2013. Die Bekanntmachung ist am 26.08.2013 in Kraft getreten.
    zur Bekanntmachung

  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

    Pressemitteilung vom 23.12.2015
    Huml ruft zur Grippe-Schutzimpfung auf

 



 

Infektiöse Magen- und Darmerkrankungen - Vorbeugen!

Eine Vielzahl bakterieller, viraler und parasitologischer Erreger bzw. die von diesen Erregern gebildeten Toxine sind die häufigsten Ursachen akuter Entzündungen des Magen-Darm-Traktes bzw. mikrobiell bedingter Lebensmittevergiftungen.

Folgende Erreger sind von Bedeutung:

Viren:              u.a. humanpathogene Rota-, Adeno-, Corona- und Noroviren

Bakterien:       u.a.  Salmonellen, Campylobacter, Shigellen, Yersinien, Clostridium difficile,
                       Vibrio cholerae, und Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)

Parasiten:       u.a. Amöben, Giardien

Die Ansteckung erfolgt meist direkt von Person zu Person. An diesen Erregern Erkrankte scheiden die Erreger über den Stuhl und das Erbrochene aus und verteilen diese unbemerkt in ihrer Umwelt, etwa auf Gegenstände oder Oberflächen. Somit gelangen die Erreger über Schmierinfektion zu anderen Personen (fäkal-orale Übertragung). Manche dieser Erreger sind so ansteckend, dass bereits eine sehr geringe Erregeranzahl weitere Personen infizieren kann.

Weitere charakteristische Infektionswege sind die Übertragung über die Luft durch erreger­haltige Tröpfchen (Tröpfcheninfektion) und über kontaminierte Nahrungsmittel.

    

Um sich zu schützen, muss man daher auf sorgfältige Hygiene achten!

1. Verbrauchertipps: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalte des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)


2. Bewertung mikrobieller Risiken von Lebensmitteln durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)


3. Sieben Hauptregeln zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, Verbraucherinformationssystem (VIS)

       

 


4. Hinweise des Bundesministerium für Ernährung, Lanwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zur Hygiene in der Küche

Was sollten Sie beachten bei der Hygiene in der Küche, bei der Vorbereitung Ihres Arbeitsumfelds, beim Schneiden, Zubereiten und Anrichten von Speisen? Die folgenden Checkkarten auf dem Internet-Portal des BMELV nennen die wichtigsten Punkte zum hygienischen Arbeiten in der Küche.

Zudem empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfS) den Verbrauchern:

  • Fleisch und Hackfleisch von Wiederkäuern vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (mindestens 70°C für zwei Minuten im Inneren des Fleisches
  • Rohmilch, also unbehandelte Milch direkt vom Bauernhof, vor dem Verzehr abkochen
  • Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und sorgfältig abtrocknen (mindestens vor der Zubereitung von Speisen, nach Kontakt mit Tieren oder rohem Fleisch und vor dem Essen)
  • Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen (auch beim Grillen)
  • Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit rohem Fleisch, dessen Verpackungen oder Tauwasser sofort gründlich reinigen und abtrocknen
  • Lappen und Handtücher nach der Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60°C waschen
  • Rohes Gemüse und Obst vor dem Konsum schälen oder zumindest grün